http://derstandard.at/?channel=ETAT&ressort=ORFREFORM 230 Namen für 35 Sitze im ORF-Rat Anwärter Stöckl, Pechlaner, Kartnig - Die Liste aller Kandidaten - mit Ansichtssache ÜBERSICHT: Alle Kandidaten zum ORF-Publikumsrat ANSICHTSSACHE Die prominentesten Kandidaten KOMMENTAR Faxen fern der Logik - von Harald Fidler 230 Kandidaten - von Barbara Stöckl bis Sturm-Chef Hannes Kartnig - wurden für den ORF-Publikumsrat gültig nominiert. Unter 119 können die Gebührenzahler wählen. Direkt entsenden Kammern, Kirchen und Bildungsinstitute der Parteien. Die Umfrage des STANDARD dazu ergab: Der ÖGB bleibt bei Willi Mernyi, die Kammern bei Hans Preinfalk (Arbeiter), Rupert Haberson (Wirtschaft) und Karl Guschlbauer (Landwirtschaft); Georg Weissmann, (Notariatskammer) soll wieder freie Berufe vertreten. Die katholische Kirche entsendet wieder Franz Küberl (Caritas), die evangelische voraussichtlich Landessuperintendent Peter Karner. Die Akademie der Wissenschaften entsendet neuerlich Rektor Leopold März (Uni für Bodenkultur); kommt März auf einem anderen Ticket in den Rat, dann Manfred Prisching (Soziologie Graz). Fixstarter der Partei-Institute: Dietmar Ecker (Ex-SP-Kommunikationschef, PR-Agenturchef), Anwältin Maria Windhager (Grüne), Bramac-Marketingchef Dieter Usleber (FP); Heinrich Neisser von der VP-Akademie bestätigte, dass Andreas Kratschmar in den ORF-Publikumsrat entsandt wird. 17 Räte bestimmt zudem der Kanzler aus Vorschlägen verschiedenster Gruppen; sechs das Publikum per Fax. (fid, jed/DER STANDARD; Print-Ausgabe, 29./30. August 2001) Reinhard MIttendorfer / 29.08.2001 / 16:22 antworten Wahlen Ich hoffe nur, dass die zukünftigen (gewählten) Mandatare für ihre wichtige Tätigkeit auch entsprechend und vor allem leistungsgerecht honoriert werden. Diese Form der Gefälligkeitsdemokratie mit modernistischem Touch (=offene Abstimmung per FAX) hat die Parlamentsmehrheit nicht zufällig gewählt - vielleicht ist diese Form der "demokratischen" Mehrheitsfindung ein Probelauf für spätere Wahlgänge? wo samma daham / 29.08.2001 / 15:09 antworten Was soll der Blödsinn? Da sitzen zum Beispiel Stöc Was soll der Blödsinn? Da sitzen zum Beispiel Stöckl, Kartnig oder Pechlaner im Publikumsrat und setzen sich dafür ein, dass sie viel öfter Stöckl, Kartnig oder Pechlaner sehen wollen? Und warum bitte will der Kanzler 17 der 35 Räte bestimmen dürfen? Wo sind wir denn bloß hingeraten? Das widerspricht doch sogar dem kranken Menschenverstand. byron sully / 29.08.2001 / 13:42 antworten Wenn alle untreu werden... Sind wir wieder so weit? Der Kameradschaftsbund bestimmt das ORF-Programm (vorerst nur mit - bald auch allein)? Christoph Angerer / 29.08.2001 / 15:22 antworten Re: Wenn alle untreu werden... Wieder so weit... "Sind wir wieder so weit" ist ein wunderbarer Satz. Ein wenig panisch. Eigentlich sehr ungenau. Eventuell sogar schwer übertrieben. Nur weil eine Organisation, deren politische Relevanz in Österreich in etwa im Bereich des Bienenzüchtervereins Untersiebenbrunn liegt einigen Tugendfreunden nicht in den Kram passt "sind wir wieder so weit". Vielleicht wäre eine kurze Überlegung, wie weit wir wirklich schon einmal waren, angebracht. Des weiteren spricht die Feststellung, der Kameradschaftsbund bestimme das Programm, entweder für grobe Unkenntnis oder den Hang zur Übertreibung. Abgesehen davon, dass ein Herr Keimel wohl kaum mehr Stimmen bekommen wird, als Fritz Muliar oder Hans Paul Strobl, kann ein einzelnes Mitglied des Publikumsrates sicher nicht das Programm bestimmen. Doch Halt! Ich habe ja unsere faschistische Rechtsregierung vergessen, die mit Kriegsverbrechern ja immer gerne gemeinsame Sache macht. Ein wenig mehr Entspannung würde auch den Tugendfreunden das Leben leichter machen... Peace! byron sully / 29.08.2001 / 12:52 antworten ENTSETZT ! Beim Durchlesen der KandidatInnenliste ist im "Bereich ältere Menschen" plötzlich vor meinen Augen der Kameradschaftsbund aufgetaucht. Ich dachte anfangs, mich verlesen oder eine andere Organisation mit gleichem Namen vor mir zu haben. Als ich aber dann den Namen Otto Keimel sah, war für mich jeder Irrtum ausgeschlossen. Ich bin fassungslos! Captain Wild Duck / 29.08.2001 / 08:44 antworten Barbara Teiggesicht Stöckl Eine ORF Mitarbeiterin im Publikumsrat? Das klingt ja so, als wäre der Eigentümer in seinem eigenen Unternehmen Betreibsrat. Und noch dazu Barbara Stöckl. Die stimmt zum Schluß noch für 5x Help TV pro Woche. Wieder ein Grund mehr zum Abschalten. Wozu also noch Gebühren zahlen? Wolfgang Dollfuss / 29.08.2001 / 12:49 antworten Re: Barbara Teiggesicht Stöckl regierungssender I) Geraetesteuer (§ 2 rundfunkgebuehrengesetz) § 2. (1) Wer eine Rundfunkempfangseinrichtung im Sinne des § 1 Abs. 1 in Gebäuden betreibt (Rundfunkteilnehmer), hat Gebühren nach § 3 zu entrichten. Dem Betrieb einer Rundfunkempfangseinrichtung ist deren Betriebsbereitschaft (!!!) gleichzuhalten. II) Erfassen: Zugang zum melderegister!! ( § 4 rundfunkgebuehrengesetz) Einbringung der Gebühren § 4. (1) Die Einbringung der Gebühren und sonstiger damit verbundener Abgaben und Entgelte einschließlich der Entscheidung über Befreiungsanträge (§ 3 Abs. 5) obliegt der ,,Gebühreninkasso Service GmbH'' (Gesellschaft). [...] (3) Die Gesellschaft hat alle Rundfunkteilnehmer zu erfassen. Zu diesem Zweck haben die Meldebehörden (!!!) auf Verlangen der Gesellschaft dieser Namen (Vor- und Familiennamen), Geschlecht, Geburtsdatum und Unterkünfte der in ihrem Wirkungsbereich gemeldeten Personen in der dem jeweiligen Stand der Technik entsprechenden Form zu übermitteln." III) Schliesslich: eindringen in den privatbereich ... § 83 telekommunikationsgesetz: "Den Organen der Fernmeldebüros, die sich gehörig ausweisen, ist zu diesem Zweck das Betreten der Grundstücke oder Räume, in denen sich solche Anlagen befinden oder dies zu vermuten [!!!]ist, zu gestatten." Ein ganz normales vorgehen in einer demokratischen gesellschaft? Paul Sabrinski / 29.08.2001 / 13:33 antworten Re: Re: Barbara Teiggesicht Stöckl Genau! Eine Frechheit! Das sind echte Mafiamethoden! Wie komme ich dazu, satte Gebühren zu zahlen, nur weil ich einen Fernseher irgendwo im Keller herumstehen habe? Das so etwas heute noch möglich ist, ist schon sehr verwunderlich. Theoretisch müßte ja jeder PC-Besitzer ORF-Gebühren zahlen, denn er könnte ja mit einer externen TV-Karte das Zwangsprogramm jederzeit empfangen! Wolfgang Dollfuss / 29.08.2001 / 14:50 antworten Re: Re: Re: Barbara Teiggesicht Stöckl ... tja ... das ist schon realitaet, wenn man auf die aussendungen, in denen die gis nicht erfassten personen ultimaten stellt, schaut ... ... dort sind Tv-faehige pcs und laptops extra aufgemalt. Wahrscheinlich kommen die freundlichen herren - wenn sie gemaess § 83 telekommunikationsgesetz vermuten - dann mit dem schraubenzieher ins haus ... (Harald Fidler/DER STANDARD; Print-Ausgabe, 29. August 2001) ORF-Faxen fern der Logik ------------------------------- Einige Fragen muss sich das Kanzleramt gefallen lassen, das Dienstag mehr als 200 Kandidaten für den ORF-Publikumsrat nannte. Mit Logik sind nicht alle zu beantworten. Nicht weit kommt man mit Logik bei der Grundfrage: Warum das Spektakel einer Publikumswahl per Fax, wenn doch nur sechs aus 35 direkt gewählt werden? Weil man testen muss, ob's funktioniert, lautet die offizielle Linie. Weil man bei den sechs Mitgliedern, die der Publikumsrat in den wichtigen Stiftungsrat entsendet, nicht alle politische Kontrolle fahren lassen will, kann man dagegenhalten. Bei drei dieser sechs Stiftungsräte spricht die FPÖ von einem Gentlemen's Agreement mit der ÖVP: Die drei Stimmenstärksten der Publikumswahl müssten in den Stiftungsrat. Man wird sie an ihren Taten messen. Nicht weit kommt man mit Logik bei den Religionsgemeinschaften: Römisch-katholische und evangelische Kirche, nicht aber die islamische als dritte große im Land, bestimmen einen Fixstarter für den Rat. Weder die Geschichte noch die Möglichkeit, in der Rubrik "Familie" Kandidaten für die Wahl aufzustellen, wie aus Regierungskreisen zu hören, rechtfertigen das. Nicht unlogisch ist indes der Standpunkt, Werbe- und PR-Organisationen seien für die österreichischen Konsumenten nicht repräsentativ, weshalb deren Kandidaten vom Kanzleramt nicht anerkannt wurden. Ziemlich unlogisch indes, warum dann die Bundesinnung der Elektro-, Audio-, Video- und Alarmanlagentechniker sehr wohl für Konsumenten repräsentativ sein soll. Keine Logik braucht es indes bei einer anderen Grundfrage: Welche Kompetenz bringt mancher der genannten Promis und Sportler mit? Damit taten sich auch viele der bisher vertretenen Funktionäre schwer. Und das Gremium selbst hat ohnehin kaum Kompetenzen. (Harald Fidler/DER STANDARD; Print-Ausgabe, 29. August 2001) Prostestschreiben an den Kanzler -------------------------------- ... der Islamischen Glaubensgemeinschaft - Kein Vertreter von Muslimen im Publikumsrat vorgesehen Ein Protestschreiben schickte der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh, Kanzler Wolfgang Schüssel. Anlass: Es ist kein Vertreter von Muslimen im ORF-Publikumsrat vorgesehen. Die Werbeorganisation IAA nominierte unterdessen ihre Spitzenfunktionäre für das ORF-Gremium. Fraglich nur, ob eine Organisation von Werbern, Werbern und Auftraggebern als repräsentativ für Konsumenten anerkannt wird. Für diesen Bereich haben sie sich beworben. (fid/DER STANDARD; Print-Ausgabe, 27. August 2001) Grüne kritisieren "Willkür" bei Kandidatenauswahl ------------------------------------------------- "Besonders bitter und demokratiepolitisch bedenklich" Kritik an der "willkürlichen Ablehnung" von Kandidaten für den ORF-Publikumsrat durch das Bundeskanzleramt hat am Mittwoch der Grüne Mediensprecher und ORF-Kurator Stefan Schennach geübt. Als "besonders bitter und demokratiepolitisch bedenklich" bezeichnete er in einer Aussendung die Tatsache, dass der Dreiervorschlag der Islamischen Glaubensgemeinschaft nicht berücksichtigt worden sei. Verstoß gegen die Gleichbehandlung Die Islamische Glaubensgemeinschaft stelle mit 500.000 Mitgliedern die zweitstärkste Religionsgemeinschaft in Österreich dar, betonte Schennach. "Im ORF-Gesetz wurden nur christliche Glaubensgemeinschaften verankert. Ein klarer Verstoß gegen die Gleichbehandlung." "Nichtberücksichtigung von Frauen-, Menschenrechts- und MigrantInnenorganisationen" Grundsätzlich zeigte sich Schennach jedoch erfreut, dass "der wiederholte Aufruf, sich rege an der Publikumswahl zu beteiligen", erfolgreich gewesen sei. Bei der Auswahl der endgültigen Kandidatenliste ortet er aber "fehlende Logik, Willkür und Ungleichbehandlung". Im Bundeskanzleramt waren alle eingegangenen Nominierungen auf die formalen Anforderungen der Ausschreibung - und damit des ORF-Gesetzes - überprüft worden. Schennach kritisierte nun auch die "Nichtberücksichtigung von Frauen-, Menschenrechts- und MigrantInnenorganisationen". Ebenso willkürlich sei die Ablehnung der Vorschläge der PR- und Werbeorganisationen "bei gleichzeitiger Akzeptanz etwa der Alarmanlagentechniker oder des SK Sturm als repräsentativem Fußballklub für alle Fußballvereine", so der Grüne Mediensprecher. (APA) Alle Kandidaten im Überblick ----------------------------- Insgesamt wurden für den Publikumsrat 218 Personen von 94 Institutionen nominiert. Davon wurden für die Direktwahl 119 Kandidaten von 56 Organisationen aufgestellt. Das Publikum wählt den Rat aus den Bereichen "Bildung", "Jugend", "Ältere Menschen", "Eltern bzw. Familien", "Sport" und "Konsumenten". Bereich Bildung: Österr. Dachverband der Berufsgruppen der Kindergarten und Hortpädagoginnen: Lydia KADOUN, Karin WADLIN, Sabine WEIß Frauenakademie Pascalina: Ursula KRIEBISCH-SATORI Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs: Michael P. WALTER, Elisabeth BRUGGER, Günther SIGNITZER Österr. Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen: Brigitte HIPFL, Theo HUG, Walter SCHLUDERMANN Österr. Hochschülerschaft an der Univ. Klagenfurt: Rolf HOLUB, Günter M. PINTER, Gustav LEIPOLD Österr. Cartellverband: Gerald BÄCK, Klaus STEINWENDER, Georg STOCKINGER Katholische Aktion Österreich: Peter PAWLOWSKY Forum für Volkskultur - Verein zur Förderung der musischen Bildung und Verband der Amateurmusikervereine Österreichs: Alois HADWIGER Verband österr. Volkshochschulen: Thomas NEMETH, Günther TOLAR, Elisabeth BRUGGER Christliche Lehrerschaft Österreichs: Johannes RIEDL Österr. Hochschülerschaft: Anita WEINBERGER, Answer LANG Union der Soroptimist Clubs Österreichs: Christina GUBITZER, Sissy LAURINGER, Brigitte BOECKL Verein der Freunde des Kunsthistorischen Museums: Wilfried SEIPEL, Johanna SCHÖNBURG-HARTENSTEIN, Franz PICHORNER WIFI Österreich: Michael P. WALTER, Sophie KARMASIN, Harald PFANNHAUSER Verein Bildungsland Kärnten: Arnold METTNITZER, Iris STRASSER Österr. Arbeitersängerbund: Fritz HINTERDORFER Österr. Sängerbund: Christine HECKEL, Konrad FLEISCHANDERL, Hans Joachim HOLZ Bereich Jugend: Österr. Bundesjugendring und Katholisches Jugendwerk Österreich: Stefan MADERNER, Joachim HOFFLEIT, Helmut HABIGER Die Kinderfreunde: Andrea KONRAD Konferenz der Österr. Kinder- und Jugendanwälte: Monika PINTERITS, Gabriela VISY, Anton SCHMID Grün-Alternative Jugend: Andrea KONRAD, Martina WURZER, Stephan SCHMIDMAYER Österreichisches Jungvolk - Österreichische Kinderwelt: Thomas SYKORA, Martina WEIXLER, Katja ÖSTERREICHER Österr. Verband für Jugendwohlfahrt: Reinhard LEOPOLD, Robert KUTROWATZ, Roland PAYRLEITHNER Österreichische Landjugend: Franz FENSL AktionsGemeinschaft: Ute GRABNER, Martin HUTTER, Harald MAHRER Österr. Hochschülerschaft: Andrea KONRAD, Niklas SCHINERL Rote Nasen: Monika CULEN, Franziska GÖDEKE, Gerhard MAYER Bereich ältere Menschen Österr. Seniorenbund: Hans Paul STROBL, Edeltraud PAUL, Gertraud WATZINGER Pensionistenverband Österreichs: Fritz MULIAR, Hugo SCHANOVSKY, Eleonore GLASER Die Grünen SeniorInnen: Elfriede HASLEHNER, Rotraut MAYR, Vera BAUER Österr. Kameradschaftsbund: Otto KEIMEL, Johann JAKOB Bereich Eltern bzw. Familien Österr. Familienbund: Alice PITZINGER-RYBA, Klaus DAUBECK, Johann PLENINGER Katholischer Familienverband Österreichs: Michaela STEFAN Die Kinderfreunde, Netzwerk - Österr. Frauen- und Mädchenberatungsstellen und Österr. Plattform für Alleinerziehende: Gertraud KNOLL Österr. Hilfswerk: Walter MARSCHITZ, Ursula WEBER-HEJTMANEK, Karl-Armin WIESER Österr. Dachverband für Pflichtschulen - Eltenvereine: Gertraud KNOLL, Gerald NETZL Interessenvertretung NÖ Familien: Ingrid GERETSCHLAEGER, Margareta PHILIPP, Dina AFFENZELLER Bereich Sport Österr. Bundessportorganisation: Stephanie GRAF, Fritz SMOLY, Alois STADLOBER ÖFB: Peter SCHÖTTEL, Heimo PFEIFENBERGER, Reinhard NACHBAGAUER SK Puntigamer Sturm Graz: Hannes KARTNIG Judo-Landesverband: Heinz Friedrich HUBER Austria Ski Team - ÖSV: Anita WACHTER, Markus GANDLER, Josef SCHMID Bundesliga: Anton PFEFFER, Michael KONSEL, Anton PICHLER Bereich Konsumenten Verein für Konsumenteninformation: Peter KOLBA, Gerhard FRÜHOLZ, Eva KOLBER SOL - Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil: Barbara BARTL, Hans HOLZINGER, Dan JAKUBOWICZ Vier Pfoten: Barbara STÖCKL Bund der Steuerzahler: Franz BURKERT, Oliver GINTHÖR, Manfred WAGNER VCÖ Verkehrsklub Österreich: Peter WEISH, Martina NÄRR, Willi NOWAK Global 2000, Greenpeace Österreich, WWF: Andrea PAUKOVITS, Peter WEISH, Matthias SCHICKHOFER Ökosoziales Forum Österreich: Ingrid TURKOVIC-WENDL Bundesinnung der Elektro- Audio-, Video- und Alarmanlagentechniker: Renate SCHEICHELBAUER-SCHUSTER, Werner HAUBENBURGER, Josef WITKE Bundesarbeitskammer: Harald GLATZ, Margit HANDSCHMANN, Angela RIEGLER Bundeszentrale der Tierversuchsgegner Österreichs: Alexander RABITSCH Der Kanzler wählt den Rat für die Bereiche "Hochschulen", "Kunst", "Schüler", Behinderte Menschen", "Volksgruppen", "Touristik", "Kraftfahrer" und "Umweltschutz". Bereich Hochschulen Österr. Rektorenkonferenz: Leopold MÄRZ, Rudolf ARDELT, Otto KOLLERITSCH Universität Graz: Helmut KONRAD Österr. Hochschülerschaft: Irene ZAVARSKY, Niklas SCHINERL, Answer LANG Verein österr. Privatuniversitäten: Franz MARHOLD, Paul RÖTTIG, Peter LEWISCH Bereich Kunst Kunstverein Kärnten: Karl BRANDSTÄTTER, Wolfgang WALKENSTEINER, Caroline HUDELIST Österr. Museumsbund: Winfried SEIPEL, Karl SCHÜTZ, Günther DEMBSKI Österr. Nationalkomitee: Winfried SEIPEL, Günther DEMBSKI, Heinz Albert KOLLMANN Autoren, Komponisten und Musikverleger (AKM): Paul Walter FÜRST, Gerhard HEINZ, Markus LIDAUER Musiker Komponisten AutorenGilde (MKAG): Peter Paul SKREPEK, Klaus-Peter SCHRAMMEL, Stefan WESSEL Verwertungsgesellschaft Dachverband Filmschaffender (VDFS): Alois HAWLIK, Alfred NOLL, Eva ULMER-JANES MICA: Markus LIDAUER Österr. Komponistenbund: Gerhard HEINZ, Markus LIDAUER Österr. Gesellschaft für Kulturpolitik: Gustav ERNST, Desmond MARK, Markus LIDAUER Dachverband der österr. Filmschaffenden: Maria Anna KOLLMANN, Alfred NOLL, Eval ULMER-JANES Verband der österr. Musikwirtschaft: Markus SPIEGEL Bereich Schüler Bundesschülervertretung: Eva GOLLUBITS, Stefan STARNBERGER, Nikolaus KOWALL Bereich behinderte Menschen und Österr. Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation: Klaus VOGET, Michael SVOBODA, Eduard RIHA Integration Österreich, Lebenshilfe Österreich, Domino, Selbstbestimmt Leben Österreich und Österr. Gehörlosenbund: Helene JARMER, Franz-Joseph HUAINIGG, Dorothea BROZEK Behindertenanwaltschaft "Aktiv Mobil": Horst SEKERKA, Andrea BIEGEL, Gerda RESSL Licht ins Dunkel: Ernst Wolfram MARBOE Bereich Volksgruppen Konferenz der Vorsitzenden der österr. Volksgruppenbeiräte, Zentralverband slowenischer Organisationen: Reginald VOSPERNIK, Karl HANZL, Vladimir MLYNAR Kroatischer Kulturverein im Burgenland: Walter BAJLICZ Österr. Volksgruppenzentrum: Reginald VOSPERNIK, Walter BAJLICZ, Andreas SARKÖZI Bereich Touristik Bundesverband österr. Tourismusmanager: Arthur OBERASCHER, Sieghard BAIER, Georg BLIEM Verband Alpiner Vereine Österreichs: Friedrich MACHER, Manfred PILS, Josef SCHUSTER Bereich Kraftfahrer ÖAMTC: Kurt NOE-NORDBERG ARBÖ: Rudolf THURI, Othmar SLUNSKY, Alfred BERNKOPF VCÖ Verkehrsklub Österreich: Peter WEISH, Martina NÄRR, Willi NOWAK Bereich Umweltschutz Österr. Landesjagdverband: Peter LEBERSORGER, Hans-Friedemann ZEDKA, Manfred LAMPELMAYER Umwelt Dachverband: Gerhard HEILINGBRUNNER, Franz MAIER, Manfred PILS Ökobüro: Helmut PECHLANER, Peter WEISH, Birgit KOHLMAIER-SCHACHT WWF: Marga HUBINEK, Helmut PECHLANER, Georg GRABHERR Bundeszentrale der Tierversuchsgegner Österreichs: Norbert SCHAUER Morak gibt sich erfreut über reges Interesse -------------------------------------------- Eingelangte Nominierungen wurden auf formale Anforderungen überprüft - Keine Kandidaten aus der Werbewirtschaft Medienstaatssekretär Franz Morak (V) zeigte sich am Dienstag erfreut über "das große Interesse und die breite Beteiligung der Organisationen" an der Wahl zum ORF-Publikumsrat. Dies zeige, "dass eine repräsentative Vertretung im ORF-Publikumsrat und die Möglichkeit, direkt zu wählen, ein Anliegen der Hörer und Seher des ORF sind", erklärte Morak in einer Aussendung. "Interesse ist deutlich gestiegen" "Durch die Möglichkeit der Faxwahl ist das Interesse der Hörer und Seher für die Organe des ORF deutlich gestiegen", so der Staatssekretär weiter. 1998 habe es für zehn Bereiche nur rund 30 Vorschläge gegeben. Die eingelangten Nominierungen seien vom Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes in Hinblick auf die formalen Anforderungen gemäß der Ausschreibung geprüft worden, betonte Morak weiters. Nicht alle Vorschläge haben dieser Prüfung standgehalten: Die Kandidaten der Werbewirtschaft - die International Advertising Association (IAA) nominierte etwa ihren Präsidenten Erich-Helmut Buxbaum, IAA-Vorstandsmitglied Rudolf Schmidt und IAA-Generalsekretär Michael Himmer - finden sich nicht auf der endgültigen Liste. Der Fahrplan Die Wahl von sechs Publikumsräten durch das Publikum soll zwischen 17. und 23. September mittels Fax-Stimmzettel durchgeführt werden. Die Kandidaten werden ab 7. September im ORF-Fernsehen im Rahmen von Spots präsentiert. Ab Anfang September sind sie auch im Internet und im ORF-Teletext zu finden. Ab 10. September liegen dann in 10.000 Trafiken, 3.000 Postämtern und über 2.000 Gemeindeämtern insgesamt 3,5 Millionen Wahlfolder auf, in denen die Kandidaten nach Kurie und alphabetisch geordnet aufgelistet werden. In diesen Foldern können sich die Kandidaten auch mit einer höchstens 160 Zeichen langen "Grundsatzerklärung" vorstellen. (APA) ------------------------------------------------------------------------ neu: Heftiger Streit um Stöckl: "Wie im Obersten Sowjet" Die Kandidatur von ORF-Moderatorin Barbara Stöckl für den Publikumsrat löste heftige Kritik der FPÖ aus. Publikumsrat: Wahl wird geteilt -------------------------------------------------------------------------------- http://www.diepresse.at/presse.taf?channel=kultur&read=detail&be=k&res=k&id=767616&tmp=10291 PRESSE Für Peter Westenthaler, Klubobmann der FPÖ und Noch-FP-Kurator im ORF, ist Barbara Stöckls Kandidatur für den ORF-Publikumsrat ein rotes Tuch. "Das ist ein Mißbrauch dieser Wahl - jetzt schickt die ORF-Geschäftsführung schon die eigenen Leute vor, um die Chancen ihrer Wiederwahl zu erhöhen", wettert der in ORF-Belangen bekannt streitbare FP-Mann. "Das ist wie im Obersten Sowjet." Stöckl solle entweder die Kandidatur oder ihre Tätigkeit für den ORF zurücklegen. Für Westenthaler ist die Kandidatur Stöckls (die vom Verein "Vier Pfoten" nominiert wurde) nicht legal. Laut 28 des neuen ORF-Gesetzes sind Personen, die "ein Arbeitsverhältnis mit dem ORF haben", von der Wahl ausgeschlossen. Da Stöckl aber nicht ORF-Arbeitnehmerin ist, sondern eine eigene Produktionsfirma (kiwi-tv) hat, geht die Kandidatur aus Sicht des Bundeskanzleramts dennoch in Ordnung. Wobei man auch dort auf die ungünstige Optik verweist. Eigentlich hatte man mit dem genannten Gesetzespassus Kandidaturen aus dem ORF vermeiden wollen. An eine "lex Stöckl", also eine Korrektur des Gesetzes, sei aber nicht gedacht. An Rückzug denkt Stöckl jedenfalls nicht: "Es ist alles legal. Wenn man im Gesetz etwas vergessen hat, ist das sicher nicht meine Schuld."bau Publikumsrat: Wahl wird geteilt Beim ORF trifft man zur Zeit technische Vorkehrungen, um die Wahl zum Publikumsrat, die per Fax abgewickelt wird, ohne Engpässe durchführen zu können. Eine der Maßnahmen ist eine Aufteilung der Wahl nach Bundesländern: So werden die Wiener ersucht, ihr Fax möglichst am ersten Tag der Wahl, dem 17. September, zu senden. Am 18. sollen die Niederösterreicher, am 19. die Burgenländer und Steirer wählen. Kärnten, Tirol und Salzburg sind am Donnerstag, den 20. September aufgerufen; Oberösterreich und Vorarlberg am 21. Grundsätzlich ist eine Stimme aber auch gültig, wenn man nicht am vorgeschlagenen Tag wählt. Es genügt, wenn die Stimme bis zum 23. September per Fax beim ORF ist. bau