Diesen Monat erwarten uns gleich einige Großereignisse. Neben der diesmal etwas kürzer ausfallenden Diagonale, die etwas größer ausfallenden Tage des französischen Films gleich anschließend an die Diagonale im KIZ, "21 Gramm" von Alejandro González Iñárritu ("Amores Perros"), ein höchst anspruchsvolles Buch, das fast von Kieslowski hätte sein können, mit überragenden Darstellerleistungen (Sean Penn, Naomi Watts, Benicio Del Toro) aber leider etwas zu forciert dynamischer Kamera. Und als besten Filmes dieses Jahres bislang ertwarten wir "Monster" mit Charlize Theron in der Rolle einer Serienmörderin, die sogar Robert DeNiro's Leistung im Boxer Epos "Wie ein wilder Stier" in den Schatten stellt. Der Start von "Monster" dürfte allerdings noch vom erwarteten Oscargewinn für Theron abhängen. Einziger ernstzunehmender Konkurrent ist Naomi Watts für 21 Gramm. Tips für die Tage des Französischen Filme: Die "Triplettes de Belleville" (öst. Premiere) sind in den US absoluter Kritiker- und Publikumsfavorit, eine Zeichentrickfarce über einen Rennradfahrer. In den Händen dreier exzentrischer Musicalstars der 30er. "Une affaire de goût" vom bekannten franz. Fernsehjournalist Bernard Rapp zeichnet sich durch Leichtigkeit und Subtilität in tiefgründigen Stoffen aus. Cesar für den besten franz. Film des Jahres 2001. Diagonale Tipps: Götz Spielmann hatte schon vor zwei Jahren in der Wahl der Hauptdarstellerin Goya Toledo für seinen stilsicheren Drogenthriller "Die Fremde" das richtige Timing. Toledo bekam dann die Hauptrolle in "Amores Perros". In "Antares" begibt sich Spielmann wieder auf Iñárritu's Spuren: Eine Geschichte von der Leidenschaft. Eine Geschichte von der Eifersucht. Eine Geschichte vom Verlassensein. Drei Geschichten von der Liebe. Und eine vom Tod.